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atelier D Leitung: Suncana Dulic, Rohrteichstraße 30, 33602 Bielefeld Tel: 0521-58495420
Archiv
OSBI Josef Brune              Malerei (Osnabrück) Lucie Marsmann       Foto/Video (Bielefeld) Frank Gillich             Skulptur (Osnabrück) Ausstellung vom 05.10. – 24.11.2018
OSBI ist eine Ausstellungsreihe, bei der vier Bielefelder Galerien (Artists Unlimited Galerie, atelier D, Galerie GUM und Raumstation) im Rahmen von ARTUR! 9 zeit- gleich 16 Künstler aus Bielefeld und Osnabrück ausstellen. Beginnend im Frühsommer 2016 organisierten die Künstlerinitiative TOP.OS Verein für Neue Kunst  aus Osnabrück und Bielefelder Künstler von Die in Osnabrück BIOS und in Bielefeld OSBI genannte Ausstellungsreihe. Sie hat eine Vorgeschichte mit Artists Unlimited als ein Austauschprojekt zwischen Künstlern beider Städte. Aus diesem Kooperationsprojekt entstanden die Ausstellungen BIOS 1–4  im Kunstraum hase29 in Osnabrück in 2017/2018.   Das atelier D zeigt nun in diesem Rahmen die drei Künstler Josef Brune, Lucie Marsmann und Frank Gillich. Der Osnabrücker Maler Josef Brune stellt gegenstandsfreie Malerei der vergange- nen Jahre aus. Seine expressive Farbigkeit entwickelt der Künstler in ständiger Aus- einandersetzung mit der Natur. Mit gestischem Pinselduktus lässt der Künstler den Betrachter unmittelbar am malerischen Entstehungsprozess teilhaben. Seine beson- dere Aufmerksamkeit gilt dem Potential der Farbe und der Bildform, um Gefühle zu erzeugen. Durch die nuancierte Farbwahl entsteht eine räumliche Tiefe, der sich die Betrachteten kaum entziehen können. Josef Brunes Bilder laden zu einer emotio- nalen Seherfahrung von Bildräumen ein. Lucie Marsmanns Arbeiten sind Auszüge aus dem privaten Fotoarchiv ihrer Groß- eltern, das sie hier durch aktuelle fotografische Arbeiten ihrerseits stetig erweitert und in seiner Lesbarkeit unter verschiedensten Gesichtspunkten untersucht. Es ist eine persönliche Darstellung von Familie und Beziehung(en), ein Zitat, das sich mit dem Thema Paarbildung beschäftigt. Erinnerungen, die durch Fotografien ermöglicht und Gegenstände, mit denen Erinnerungen verknüpft werden, sind wichtige Bestand- teile dieser Arbeit. Die Bielefelder Künstlerin besuchte 2016 daraufhin selbst die stets immer gleichen Orte in Südtirol, die ihre Großeltern zwischen 1974 bis 1988  be- reisten und die sie nur von dem fotografischen Blick ihrer Großeltern kannte. Frank Gillich aus Osnabrück stellt farbige Betongüsse aus, die er aus Fundstücken herstellt. Aufgesammelt am Straßenrand, im Wald oder am Strand, fügt der Bildhauer die Objekte zu einer plastischen Collage zusammen. Anschließend formt er diese in Silikonmasse ab, um sie im nächsten Schritt mit farbigem Beton auszugießen. Die Materialität und Farbigkeit der Fundstücke wird in diesem Prozess weitestgehend vereinheitlicht. Vereinzelt deuten typischen Ausformungen einen Urzustand an, je- doch erwächst in dem Abformungsprozess eine gänzlich neue, amorphe Form mit vielfältigen Assoziationsmöglichkeiten. Es ist interessant zu sehen sein, wie die drei verschiedenen Künstler in dem gemein- samen Ausstellungsraum im atelier D miteinander harmonieren. Besonders erfreulich ist, dass so unterschiedliche Medien und Techniken nebeneinander zu sehen sind, wie Malerei, Plastik, Fotografie und Video. Die Auswahl der beteiligten Künstler fand im Vorfeld durch ein Losverfahren statt, sie ist aber dank des Zufalls trotzdem eine runde Geschichte geworden. Das spricht dafür, dass gute künstlerische Arbeit immer auch eine Universalität in sich trägt, die trotz der Unterschiedlichkeit der visuellen Sprache, einem gemeinsamen Anspruch entspricht.